Stempel Tipps

in 20 Schritten zur selbstgestempelten Karte

1.) Material:

Stempelmaterial

Diese Utensilien sollten Sie sich bereitlegen, denn sie werden sich als sehr nützlich erweisen: Hochglanzpapier, Motivstempel, Farbstempelkissen, schwarzes Konturenstempelkissen, Heißluftgebläse (sieht aus wie ein Fön), Küchenrolle, Haushaltsschwämmen, Haftnotizzettelblock, evtl. weißer Gelstift, Haarspray

2.) Untergrund:

Glossy Paper

Verwenden Sie unbedingt Glossy Paper (Hochglanzpapier). Es gibt spezielles Bastelhochglanzpapier, zum Beispiel von der Firma „Ranger“. Es eignen sich aber auch viele der Fotohochglanzpapiere, die man meist überall dort kaufen kann, wo es Fotoapparate zu erstehen gibt.

3.) Ungefähre Skizze im Kopf:

Zuerst sollten Sie sich überlegen, wie Ihr Landschaftsbild später aussehen soll und alle erforderlichen Stempel einmal ungefähr in Position legen.

4.) Schwämmchen vorbereiten:

Zerschneiden Sie Ihr Haushaltsschwämmchen in mehrere kleine Stücke. Damit können Sie später die einzelnen Farbschichten auftupfen.

5.) Motivstempel einschwärzen:

Stempel einfärben

Am besten legen Sie den Motivstempel mit der Gummiseite nach oben auf eine glatte Unterlage. Nehmen Sie Ihr schwarzes Konturenstempelkissen und drücken Sie es so oft auf den Motivgummi, bis er komplett schwarz eingefärbt ist.

6.) Hilfe, mein schwarzes Konturenstempelkissen haftet nicht auf dem Glanzpapier:

Qualitätsstempelkissen aus unserem Shop

Falls Ihr schwarzes Stempelkissen Probleme verursacht, verzweifeln Sie bitte nicht, denn es gibt spezielle Stempelkissen, die sehr gut und permanent (allerdings auch auf Ihrem Stempelgummi) haften, zum Beispiel „Adirondack Earthtones – Pitch Black – Pigment Ink Pad“ von der Firma „Ranger“.

7.) Motivstempel abdrücken:

Stempel abdrücken

Bringen Sie den Stempel nun in die gewünschte Position und üben Sie gleichmäßigen Druck (nicht zu sachte, aber auch nicht zu heftig) auf den Stempel aus! Am besten übt man das vorher ein paar Mal auf gewöhnlichem Papier.

8.) Motiv trocknen:

Heißluftgebläse

Halten Sie Ihr Heißluftgebläse in einigen Zentimetern Abstand über das gestempelte Motiv und lassen Sie die heiße Luft einige wenige (!) Sekunden mit kreisförmigen Bewegungen über das Motiv blasen – nicht zu lang, denn sonst kann es passieren, dass das Glanzpapier Bläschen wirft.

9.) Hintergrund gestalten:


Oftmals muss man, um nicht in das Vordergrundmotiv hineinzustempeln, eine Maske zum Abdecken des Vordergrundmotivs herstellen. Diesen Vorgang nennt man „Maskieren“.

10.) Maskieren (Abdecken) mit exakter Maske:


Stempeln Sie das Motiv, in das der Hintergrund nicht hineingestempelt werden soll,nochmals auf Haftnotizpapier („Post-it“). In diesem Fall sollen das die beiden Babywölfe sein. Trocknen Sie es kurz mit dem Heißluftgebläse und schneiden Sie das Motiv anschließend aus! Werfen Sie die Reststücke und Masken nicht weg, denn diese kann man unter Umständen später auch noch zum Abdecken gebrauchen.
Nun decken Sie Ihr Vordergrundmotiv (Wölfe) mit der Post-it-Maske ab, indem Sie sie einfach an dieser Stelle auf das Glanzpapier kleben. Jetzt können Sie den Hintergrund (Felsen) aufstempeln.

11.) Maskieren (etwas ungenauer) ohne großen Aufwand:


Decken Sie das Motiv, in das nicht hineingestempelt werden soll, mit ein wenig zurechtgerissener Küchenrolle ab.

12.) Weiteren Hintergrund aufstempeln:


Gestalten Sie die Landschaft nach Ihren Vorstellungen weiter aus. Vergessen Sie nicht, wo nötig, eine Maske anzufertigen, um Vordergrundmotive zu schützen. Immer wieder auch kurz mit dem Heißluftgebläse trocknen, um Verschmieren der Stempelfarbe zu vermeiden!

13.) Einfärben (Colorieren) der gestempelten Szene:


Jetzt kommen die zerschnittenen Haushaltsschwämmchenstücke zum Einsatz! Verwenden Sie pro Stempelkissenfarbe nur ein Schwämmchen, sonst könnte es passieren, dass die Farben verfälscht werden. Tupfen Sie das Schwämmchen in das gewünscht Farbstempelkissen und anschließend in Ihr gestempeltes Motiv
hinein. Falls Sie möchten, dass keine Farbe außerhalb des Motivs gelangt, können Sie auch hier eine Maske oder zurechtgerissene Küchenrolle zum Abdecken verwenden.

14.) Feine Flächen ausmalen oder Struktur anbringen:


Einige Hochglanzpapiere lassen es zu, dass man auf ihnen mit Filzstiften malt. Wenn Sie also kleinere Flächen oder z.B. wie beim Babywolf Fellhaare einzeichnen wollen, dann probieren Sie ruhig auch einmal aus, ob Filzstifte auf Ihrem Papier geeignet sind.

15.) Farbverläufe machen:


Am besten fangen Sie mit der hellsten Farbe an und tragen anschließend stufenweise der Reihe nach die jeweils nächstdünklere Farbe auf.

16.) Im Notfall: Farbe aufhellen:

siehe Foto unter Punkt 6.)

Ist Ihr Motiv zu dunkel geraten? Kein Problem, es gibt spezielle weiße Stempelkissen (z.B. „Adirondack Lights – Snow Cap - Pigment Ink Pad“ von der Firma „Ranger“), mit denen Sie vorsichtig versuchen können, zu dunkle Stellen nochmals aufzuhellen.

17.) Dimensionalität schaffen:


Indem Sie oben beispielsweise Äste in Ihr Motiv einstempeln und vom unteren Rand her z.B. Grashalme/Büsche aufragen lassen, bekommt Ihr Bild oftmals ein wenig mehr den Eindruck von Dreidimensionalität.

18.) Mit Haarspray fixieren:


Um eine Extraschutz- und Glanzschicht zu erhalten, kann man nach dem Colorieren noch eine Schicht Haarspray aufsprühen. Bitte evtl. vorher an einem Probeglanzpapierstück ausprobieren!

19.) Details mit weißem Gelpen einzeichnen:


Was häufig den besonderen Reiz der gestempelten Karte ausmacht, sind die Details, die Sie sehr leicht mit einem weißen Gelstift einzeichnen können, beispielsweise ein paar feine Striche entlang der Äste oder Grashalme. Einen fantasyartigen Eindruck hinterlassen Sie, indem Sie den Himmel mit kleinen Gelstiftpunkten versehen. An hellen Stellen mehr Punkte als an dünkleren Stellen anbringen, je nachdem welchen Effekt Sie erreichen wollen!

20.) Passepartout:


Schließlich und endlich können Sie Ihre gestempelte Karte noch ins perfekte Licht rücken, indem Sie ein Passepartout dafür anfertigen. Dazu schneiden Sie einfach buntes Papier zurecht, das je nach Wunsch etwa einen Zentimeter größer als Ihre Karte ist. Spielen Sie ruhig mit den Farben und probieren Sie verschiedene Kombinationen aus, denn Ihre Karte kann je nach Passepartout komplett anders wirken.